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  • Egoismus

    Der Egoist
    Zuerst ICH, dann noch einmal ich, dann lange, lange nichts und nach mir die Sintflut! Eine der widerlichsten Erscheinungen des gegenwärtigen Kapitalismus ist der ausgeprägte und alle Bereiche der Gesellschaft zerfressende EGOISMUS, eine Charaktereigenschaft vieler Menschen, die sich in maßlosem Besitzstreben, in Raffgier und Profitsucht manifestiert. Das egoistische Schmarotzertum ergreift nicht nur jene Bankmanager, denen man das immer nachsagt, sondern auch führende Politiker und Funktionäre in Parteien, Ministerien, Behörden, Instituten und Gewerkschaften, somit also Ministerialräte, Vorstände, Sportfunktionäre und sogar zahlreiche verbeamtete Lehrer.

    Woher kommt das egoistische Denken?

    Mit allen möglichen Begründungen sucht die herrschende Klasse die Ansicht zu verbreiten, daß nur eine ELITE – nämlich das Management in Politik und Wirtschaft – überhaupt fähig sei, die richtigen Entscheidungen zu treffen, und daß schließlich jeder in der „freien Marktwirtschaft“ die Möglichkeit habe, sich zu entwickeln und zu entfalten, ja – daß es nur von Fleiß und eigener Zielstrebigkeit abhänge, ob einer Erfolg habe im Leben oder nicht. Und nur „eine freiheitlich-demokratische Grundordnung“ könne eben eine solche „Freiheit der Persönlichkeit“ gewährleisten. Welch ein Unsinn! Und welch ein verlogenes Geschwätz! So hat jeder mit sich selbst zu tun. Ablenkungen und Verpflichtungen gibt es genug. Einseits ist da das vielfältige elektronische Spielzeug, andererseits die allumfassende Bürokratie, die verhindern, daß Menschen sich zusammenschließen, um gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung zu kämpfen. Dann wiederum gibt es eine weitverbreitete Vereinsmeierei, Party- und Vergnügungsoasen, die Ablenkung von der Wirklichkeit schaffen, und die das menschliche Geselligkeitsbedürfnis befriedigen. Und die Elite? Diese Typen arbeiten z.B. bei der Deutschen Bank in Südafrika, Hongkong oder sonstwo, sie haben ihr klein Häuschen am Zürichsee und können sich jedes Jahr eine ausgedehnte Chinarundreise oder sonstwas leisten. Eine Neiddebatte? Nein. Ein Hinweis auf die Methode!

    Das individuelle Sein und die Klassengesellschaft

    Gleichzeitig durchdringt der bürgerliche Individualismus alle Formen der imperialistischen Ideologie und Weltanschauung und verhindert und bekämpft den organisierten Zusammenschluß der Werktätigen, der erforderlich wäre, um die elementarsten Rechte des Proletariats gegenüber der Bourgeoisie durchzusetzen. Die proletarische Solidarität wird ersetzt durch eine illusionäre „Verbundenheit mit dem Unternehmen“, die durch die Formel ausgedrückt wird: „Wenn es dem Unternehmen gut geht, dann geht es auch den Mitarbeitern gut.“ Oder anders gesagt: „Wir sitzen alle in einem Boot!“ Wann endlich merkt der Prolet, daß er mit dem Manager, dem Abteilungsleiter oder dem Vorstandsvorsitzenden nicht im gleichen Boot sitzt? Wann endlich begreift der lohnabhängige Angestellte, daß er nur der Sklave ist und der andere der Herr? Wer auf 400-Euro-Basis im Monat auf Abruf bereitsteht, wenn die Firma ihn gerade mal braucht, der ist für die Unternehmen nicht viel mehr als ein billiger Lohnsklave. Wer hingegen vom kapitalistischen System profitiert, der wird alles andere tun, als gegen dessen Ungerechtigkeiten protestieren; er wird sich hüten, in den eigenen Freßnapf zu spucken.

    Was ist Egoismus?

    Im Jugendlexikon Philosophie der DDR steht: „Der Egoismus (lat. ego, 'ich') ist ein verwerflicher moralischer Verhaltenszug, der durch die ausschließliche Berücksichtigung der eigenen Interessen, durch Selbstsucht und Eigenliebe gekennzeichnet wird. Ein Mensch, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist, der seine Interessen rücksichtslos auf Kosten anderer, des Kollektivs bzw. der Gesellschaft (wobei letzteres nur im Sozialismus gilt, N.G.) durchsetzt, ist ein Egoist. Der Egoismus hat seine sozialen Wurzeln im Privateigentum an Produktionsmitteln, das die Menschen vereinzelt ('Jeder für sich, Gott für uns alle'), ihr Bereicherungsstreben entfacht und sie hartherzig und mißtrauisch macht.“ [1] Dieser schändliche Egoismus führt sogar soweit, daß Gewerkschaftsfunktionäre demagogisch dafür werben, weiteren Lohnarbeitern die Zuwanderung nach Europa zu erlauben: „Wir können unseren Lebensstandard nur halten, wenn weiteren Fachkräften (sic!) die Einwanderung ermöglicht wird!“

    Gibt es im Sozialimus eigentlich noch egoistisches Verhalten?

    Ja, das gibt es. Und es wird wohl auch nicht so schnell verschwinden. Auch in der DDR gab es Bereicherungssucht und Besitzstreben, das nicht nur mit dem Einfluß des Westfernsehens auf die DDR-Bürger zu erklären ist. Im Jugendlexikon Philosphie lesen wir weiter: „Im Sozialismus wird dem Egoismus mit der Schaffung des gesellschaftlichen Eigentums an Produktionsmitteln und der Beseitigung des Ausbeutung seine entscheidende Quelle entzogen. Es ist auf dieser gesellschaftlichen Entwicklungsstufe aber noch nicht möglich, alle materiellen und ideologischen Bedingungen zu beseitigen, aus denen solche Formen des Egoismus wie Bereicherungsstreben, Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit gegenüber den Sorgen anderer, Habsucht u.a. erwachsen können. Sie sind aber dem Wesen des Sozialismus fremd, vergiften die zwischenmenschlichen Beziehungen und müssen daher bekämpft werden.“ [2]

    Kann man den Egoismus beseitigen?

    Ja, man kann! Makarenko sagte einmal: „Es gibt keine dialektischere Wissenschaft wie die Pädagogik.“[3] Schon viele Pädagogen haben versucht, dieser Seuche des Egoismus Herr zu werden. Doch dies gelang erst nach der Überwindung und Beseitigung des Kapitalismus, und fast ausschließlich in der sozialistischen Gesellschaft, unter den Bedingungen eines sozialistischen Kollektivs, dort wo „das bewußte Streben seiner Mitglieder nach bestmöglicher Erfüllung der gesellschaftlichen Erfordernisse, durch deren sozialistische Denk- und Verhaltensweisen ihre wechselseitige Verantwortung füreinander und das Ganze“ zur Geltung kamen, und wo „eine offene, ehrliche und kritische Atmosphäre, durch seine auf gegenseitiger Hilfe und kameradschaftlicher Zusammenarbeit beruhenden zwischenmenschlichen Beziehungen die Entwicklung der Kollektivmitglieder zu allseitig entwickelten Persönlichkeiten ermöglichen und fördern“. [4] Und schließlich meinte Lenin: „Der Kommunismus beginnt dort, wo einfache Arbeiterin selbstloser Weise, harte Arbeit bewältigend, sich Sorgen machen um die Erhöhung der Arbeitsproduktivität, um den Schutz eines jeden Puds Getreide, Kohle, Eisen und anderer Produkte, die nicht den Arbeitenden persönlich und nicht den ihnen Nahestehenden zugute kommen, sondern Fernstehenden, d.h. der ganzen Gesellschaft in ihrer Gesamtheit...“ [5] – Also: Kapitalismus abschaffen! Vom ICH zum WIR. Das ist das Ende des Egoismus! Das ist die wahre Entfaltung der Persönlichkeit. Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten! [6]

    Quelle:
    [1] Frank Fiedler/Günter Gurst (Hrsg.), Jugendlexikon Philosphie, VEB Bilbliographisches Institut Leipzig, 1987, S.43f.
    [2] ebd. S.44
    [3] A.S. Makarenko, Pädagogische Werke in nacht Bänden, Dritter Band, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1989, S.632.
    [4] Fiedler/Günter, Jugendlexikon. a.a.O. 101.
    [5] W.I.Lenin, Werke, Die Große Initiative, in: Dietz Verlag Berlin (DDR), 1976, Bd.29, S.408.
    [6] Manifest der Kommunistischen Partei

    Siehe auch:
    Was ist Marxismus?
    Mißbrauch der Gefühle
    Sie werden es nicht verstehen...
    Walter Ulbricht: Warum Marxismus-Leninismus?
    Marxismus-Leninismus: Eine interessante Wissenschaft mit revolutionärer Perspektive
    Die DDR – ein kinderfreundliches Land

  • Metropolit Gregorius: Wider den Antikommunismus !

    Gerade in unserer heutigen Zeit, wo weltanschauliche Fragen gegenüber pragmatischen Erwägungen weitestgehend in den Hintergrund gedrängt wurden, liest sich der mittlerweile fast 30 Jahre alte Beitrag des orthodoxen Metropoliten Mar Gregorius wie ein wertvoller Gedankenanstoß, der dem erstarrten und verbildeten Denken und den Vorstellungen insbesondere der jüngeren Generation neuen Aufwind zu geben vermag. Daß der, welcher solches schreibt, kein Kommunist ist, macht ihn allemal interessanter. Das zeugt u.a. auch davon, daß die Existenz des realen Sozialismus sich auch auf religiöse Kreise positv ausgewirkt hatte, was in Einzelfällen auch heute noch zutrifft...

    Wider den Antikommunismus (1985)
    von Metropolit Mar Gregorius /Indien

    Die ideologische Krise hat mit dem Wirklichkeitsverständnis des Volkes zu tun und damit, wie es jene Wirklichkeit umformt, damit sie seinen besten Interessen dient. Die Krise ist in den Köpfen der Leute. Sie wissen nicht, wem sie glauben beziehungsweise wie sie verstehen sollen. Andererseits gibt es da den in der Welt weit verbreiteten simplen Antikommunismus; selbst Menschen in den sozialistischen Ländern sind nicht immun dagegen. Gewöhnlich hat er einen religiösen und einen weltlichen Aspekt: Das religiöse Element konzentriert sich auf den kommunistischen „Atheismus“. Die Tatsache, daß Kommunisten nicht an Gott und nicht - wie Reagan es jetzt sieht - an ein Leben nach dem Tode glauben, ist ein hinreichender Grund, nicht nur den Kommunismus abzulehnen, sondern auch einen „heiligen Krieg“, einen Kreuzzug gegen ihn zu führen. Der weltliche Aspekt konzentriert sich auf die Furcht vor dem Kommunismus als dem großen „Gleichmacher“, der die Privilegien und Freiheiten der Reichen beseitigen werde. Religiöse und weltliche Elemente verstärken einander, begleitet von einem systematisch (und subtil) den Leuten eingeprägten Haß gegen die „Russen“. Einer solchen antikommunistischen, antisowjetischen Ideologie nehmen sich Politiker und religiöse Führer überall in der Welt an und verbreiten sie - besonders unter Christen und Moslems. Jede In-Frage-Stellung eines solchen naiven Antikommunismus wird emotional abgelehnt, und es kommt zu einer traurigen Trübung des klaren Verstandes und zur Weigerung, die Wirklichkeit anzuerkennen.

    Antikommunistische Vorurteile

    In der Zwei-Drittel-Welt ist dieser Antikommunismus alles durchdringend gegenwärtig, besonders in der Mittelschicht, die der westlichen Propaganda gegenüber offener als andere ist. Sie beklagt sich freilich in erster Linie nicht über die Gottlosigkeit des Kommunismus, sondern über das angebliche Fehlen einer Freiheit von staatlicher Kontrolle. Es gibt auch vorgefaßte Meinungen über die „blutigen und gewaltsamen Methoden“ des Kommunismus, zum Teil gegründet auf Impressionen aus der Stalin-Ära, vor allem aber als Ergebnis der im Westen gezeichneten Karikatur des Kommunismus.

    Dieses antikommunistische Vorurteil, selten systematisch artikuliert, wird ein wichtiges Werkzeug des Imperialismus und der reaktionären Kräfte in der Welt. Die Zeitungen, die meist reicheren Gruppen gehören, halten systematisch alle positiven Informationen über die sozialistischen Länder zurück. Dagegen spielen sie die Dissidenten beziehungsweise einzelne politische Prozesse hoch und erwecken mit allen nur möglichen Mitteln den Eindruck, daß den Menschen in den sozialistischen Ländern die Menschenrechte verweigert würden. Darüber hinaus erschwert die Infiltration einer subtilen Form westlichen Liberalismus die offene Ideologie-Diskussion - und zwar in den industriell entwickelten Ländern ebenso wie in der Zwei-Drittel-Welt.

    Die bürgerliche Illusion von einem „dritte Weg“ und die Krise des Marxismus

    Dieser Liberalismus vertritt mit einer gewissen hochmütigen Herablassung die Ansicht, daß Kapitalismus und Sozialismus beide schlecht seien und daß wir nach einem „dritten Weg“ Ausschau zu halten hätten. Jeder „dritte Weg“ aber erweist sich schließlich nur als eine weitere Variante der Politik der Marktwirtschaft! Gleichzeitig gibt es eine Krise innerhalb des Marxismus selbst, die die Diskussion zusätzlich kompliziert. Diese Krise hat zwei unterschiedliche Quellen:

    Die erste ist das Aufkommen einer verwirrenden Anzahl neuer (bzw. wiederbelebter alter) Versionen des Marxismus. Der Euro-Kommunismus, der Kommunismus der Wohlstandsgesellschaft mit seinem unverhohlenen Antisowjetismus ist eine Form. Unter jungen Intellektuellen kommt der Trotzkismus wieder in Mode. Am bösartigsten aber sind die vielfältigen Formen der „neuen Linken“ mit ihren simplizistischen Heilmitteln für die komplexesten Probleme und mit ihrem Eintreten für die „permanente Revolution“ oder einen „kritischen Marxismus“ - ohne daß sie jedoch die praktischen Implikationen dieser neuen Doktrin wirklich erkennen. Da gibt es die chinesische Spielart eines pragmatischen Marxismus, der Großmachtambitionen mit sozialistischen Zielen zu verbinden sucht. Die Folge dieser vielfältigen Formen von „Marxismus“ ist eine ideologische Verwirrung unter Marxisten selbst. Die Führungen marxistischer Parteien haben Angst vor tiefgehender ideologischer Reflexion und Diskussion aus Sorge um die Einheit der Parteien. Das Ergebnis ist, daß junge Marxisten (und viele von den alten ebenso) in der marxistischen Theorie nur ungenügende Kenntnisse besitzen und sich bei der Ausarbeitung von Aktionsprogrammen durch fremde und unwesentliche Überlegungen leiten lassen.

    Die andere Quelle der Krise ist die Tatsache, daß der an der Macht befindliche Kommunismus andere Qualitäten bezeugt als der für die Emanzipation des Volkes noch kämpfende Kommunismus. Der Geist der Opferbereitschaft und der Wille zum Ertragen der Härten schwinden, während die üblichen Wertvorstellungen der Machtelite innerhalb der Parteikader nach oben kommen. Das wiederum stößt jene Marxisten ab, die nach wie vor an den Werten des revolutionären Kampfes festhalten. Da aber die Macht, Entscheidungen zu fällen, nicht in ihrer Hand liegt, ziehen sie sich still und leise von der politischen Bühne zurück und versuchen in der akademischen Welt oder in ähnlich ruhigen Atmosphären zu arbeiten. Die ältere Führung konsolidiert ihre Macht in der Partei und dem Staatsapparat; die Ideologie wird so kompromittiert. Das Endergebnis ist ein Nachlassen ernsthafter, sich auf die Praxis gründender theoretischer Reflexion.

    Für eine neue Diskussion über Fragen des Marxismus-Leninismus

    Es ist verständlich, daß die Marktwirtschaft die intellektuelle Welt von der ideologischen Reflexion abhalten soll und sich mit einer Art Ad-hoc-Denken und dem kritischen Pragmatismus begnügt – hat sie doch die Gefahr erkannt, daß tieferes Nachdenken nur die gegen das Volk gerichteten Aspekte des marktwirtschaftlichen Programms entlarven würde. Das ist nicht zu befürchten, solange sich die Diskussion auf pragmatische Aspekte des Programms beschränkt. Das Tragische aber ist, daß es auch in sozialistischen Parteien eine Verhinderung ernsthaften (das heißt auf die Wirklichkeit gründenden) theoretischen Nachdenkens gibt.

    Die jungen Leute sind verwirrt. In einem Alter, wo nur mit der Praxis eng verbundene theoretische Erkenntnisse zu tieferen Überzeugungen führen können, sehen sie wenig Licht, dem sie folgen könnten. Die Universitäten in der Welt der Marktwirtschaft befinden sich selten in der dazu notwendigen Verfassung. Selbst in sozialistischen Ländern - so scheint es zumindest dem Außenstehenden - bleibt da noch viel zu wünschen übrig.

    Die ideologische Krise besteht also nicht etwa in einer direkten Konfrontation zwischen sozialistischen und Freie-Markt-Ideologien, sondern gerade im Fehlen einer solchen Konfrontation auf der ideologischen Ebene. Der christlich-marxistische Dialog hat einmal dabei geholfen, einige ideologische Fragen zu klären. Heute aber herrscht die Tendenz, ideologische oder theoretische Fragen im Dialog zu vermeiden und die Diskussion auf allgemein akzeptable Dinge und Programme zu beschränken. Das Endergebnis ist, daß die Leute abgeschnitten werden von der ideologischen Reflexion, die nun auf eine halbverdaute Diskussion unter „sicheren“ Akademikern beschränkt bleibt.

    Quelle:
    Weißenseer Blätter (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

    Metropolit Paulos Mar Gregorios
    Metropolit Mar Gregorius (1922-1996)

    Paul Verghese wurde in Kerala geboren. Er begann seinen Berufsweg als freischaffender Journalist mit Artikeln und Berichten für verschiedene Zeitungen. Zum Metropoliten wurde er am 16. Februar 1975 durch seine Kirche berufen. Ein Jahr später leitete Paulos Mar Gregorios die Diözese Delhi und gründete das Delhi Orthodoxe Zentrum. Er hatte mehrere Positionen im Weltrat der Kirchen (ÖRK) inne. [1] Das Andenken an den Metropoliten wird heute in Indien und Syrien sehr hoch geschätzt. [2]

    [1] Wikipedia
    [2] http://www.paulosmargregorios.in
    Erzdiözese von Aleppo

    Siehe auch:
    Thomas Mann: Der Antikommunismus ist die Grundtorheit der Epoche
    Was ist Marxismus?
    Diese Ideen kann man nicht besiegen - niemals!
    Walter Ulbricht: Warum Marxismus-Leninismus?

  • Kurt Gossweiler: Wider die linke Resignation!

    Daß sich ausgerechnet Christen aus der ehemaligen DDR mit aufrechten Kommunisten dieses Landes in enger Gemeinschaft zusammenfinden würden, hatte zuvor wohl kaum einer von denen so richtig glauben wollen. Zu tief war noch die Enttäuschung über die Verwandlung einiger ehemaliger Genossen aus der SED in von opportunistischer Blindheit geschlagene PDS-Anhänger, in Nachläufer einer Partei, die sich sehr bald als ein Helfershelfer und Instrument der westlichen Bourgeoisie herausstellen würde. Seiner Biografie nach hatte Prof. Hanfried Müller schon immer sehr deutlich auf Seiten des Sozialismus in der DDR gestanden und vertrat auch zu Stalin eine klare und von Respekt geprägte Haltung. Keinen Grund gab es damals für ihn und viele Gleichgesinnte, auch nur mit einer Faser seines Lebens an der Richtigkeit des von Lenin und Stalin eingeschlagenen Weges und an der historischen Überlegenheit und Zukunft des Sozialismus zu zweifeln. Kein Grund also zu einer Resignation der Linken! Zum Gedenken an den am 3.März 2009 verstorbenen Theologieprofessor Hanfried Müller schrieb Dr.Kurt Gossweiler in einem Beitrag folgendes:
    Prof. Hanfried Müller
    Der Theologe Prof. Hanfried Müller (1925-2009)

    Nach dem – zeitweiligen! – Sieg der Konterrevolution hat sich die Dialektik des Geschichtsganges auch darin bestätigt, daß selbst dieses böseste Ereignis noch Gutes hervorbrachte: es führte Menschen zusammen, die – ohne es zu wissen – schon lange zusammengehörten, und die ohne dieses böse Ereignis sich wohl nie begegnet wären: ich meine damit die Zusammenführung von Kommunisten wie „Kled“, also Karl Eduard von Schnitzler und Martha Raffael, Heinz und Ruth Kessler, Ulrich Huar, Hermann Leihkauf, mich und andere, - mit Theologen wie Hanfried Müller, Rosemarie Müller-Streisand, Renate Schönfeld und anderen.

    Der schwere, aber richtige Weg Stalins

    Ein Dauerthema war natürlich die Frage nach den Ursachen des Siegs der Konterrevolution, der XX. Parteitag der KPdSU, die Rolle Stalins und Chruschtschows. Hanfried Müller sagt in seinen Erinnerungen zu Stalin (S.117/18): „Stalin stand angesichts der Notwendigkeit des Aufbaus des Sozialismus in nur einem, (und zudem höchst rückständigen) Lande für die Entscheidung, auf der einen Seite unter riesigen Opfern eine Grundindustrie aus dem Boden zu stampfen und dabei den revolutionären Prozess gegen die Isolation einer Avantgarde von den sie tragenden Massen einerseits, andererseits vor dem Rückfall zu schützen, der durch eine schleichende Rekapitalisierung vom Lande her drohte. Die Entscheidung fiel gegen Trotzki und Bucharin. Sie enthielt zugleich die schmerzhafte Bewältigung der `konstantinischen Wende´ der Revolution von der Zerschlagung fremder zum Aufbau eigener Staatsmacht. Dafür und für die Wahrung des Klassenherrschaft gegen jeden Angriff von innen und außen wurde der Preis der Beeinträchtigung der Balance zwischen innerparteilicher Demokratie und demokratischem Zentralismus gezahlt und die damit verbundene Erschwernis künftiger Entwicklung der sozialistischen Demokratie in Kauf genommen. Gewiß, auch dafür steht der Name Stalin. Aber war das ein `Fehler´? Es gibt Situationen, man könnte von historischen Dilemmata sprechen, die dazu zwingen, Bitternisse in Kauf zu nehmen, um Schlimmeres zu vermeiden. So mußte um des Sieges über den Faschismus willen in Kauf genommen werden, daß man den Kampf gegen ihn nur als großen vaterländischen Krieg´ und nicht als sozialistischen Befreiungsschlag gewinnen konnte. Zweifellos bremste das die weitere Reifung des Sozialismus in der Sowjetunion ab. Aber er führte zum Sieg über den Faschismus, und dafür vor allem steht der Name Stalin!“

    Antikommunisten benutzten den XX.Parteitag der KPdSU zum Verrat

    Und zum XX. Parteitag und zu Chruschtschow ist in den Erinnerungen zu lesen: „Der XX. Parteitag blieb natürlich bei den Antikommunisten nicht ungenutzt. Ihr massendemagogisch wertvollster Gewinn daraus war es, daß sie ihren Antikommunismus nun als `Antistalinismus´ artikulieren konnten, so daß er auch unter kommunistischen Bündnispartnern und bis in die kommunistischen Parteien und sozialistischer Länder hinein ungestraft propagiert werden konnte. An die Stelle der Frage: `Für oder gegen Privateigentum an gesellschaftlichen Produktionsmitteln´ trat damit die Frage für oder gegen Stalin´. ... Trotz aller Kritik am XX. Parteitag der KPdSU war mir damals nicht deutlich, daß schon damals in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre die Aufstiegsphase im Frühsozialismus in eine Abstiegsphase umschlug, so daß bereits hier von einer konterrevolutionären Wende zu sprechen gewesen wäre. Wir waren zwar vom ersten Tage an gegen den XX. Parteitag, aber wir haben seine Folgen verniedlicht, als wir Chruschtschow nur als `Hampelmann auf der Bühne der Weltpolitik´ und nicht als ernsthafte Gefahr für den Sozialismus sahen.“ (S.122) Diese Seite aus Hanfried Müllers Erinnerungen macht verständlich, weshalb er ohne jegliche Bedenken meine seinerzeit sowohl von PDS- wie von DKP-Seite heftig angefeindete Brüsseler Rede auf dem 1.-Mai-Seminar 1994 der Partei der Arbeit Belgiens „Der Anti-Stalinismus – das Haupthindernis für die Einheit aller antiimperialistischen Kräfte“ [1] in das Heft 4/94 der WBl aufnahm.

    Weltanschauliche Gemeinsamkeiten von Christen und Marxisten

    Die Teilnehmer der Linken Runde, die – neben den Gastgebern und Renate Schönfeld – mir diese Runde besonders gewinnreich machten, waren damals von den Theologen besonders Dieter Frielinghaus und Dieter Kraft, von der „weltlichen“ Seite natürlich Kled Schnitzler, sodann der leider sehr früh verstorbene Friedrich Jung, ein Mediziner, dem u.a. die Aufsicht über die in der DDR hergestellten Pharmaka oblag und dessen strenger Kontrolle es mit zu verdanken ist, dass die Medikamente in der DDR nur zur Gesundung der Patienten und nicht zur Gewinnung von Maximalprofiten der Pharmaindustrie, wie in der BRD selbstverständlich, in die Apotheken geliefert wurden, und Margit Schaumäker, erste Nachrichtensprecherin des DDR-Fernsehens, dessen Geschichte sie bis zu seinem Ende mitgestaltet hat. Mit dem Hause Müller-Streisand ist sie jahrzehntelang eng befreundet und sie war eine unentbehrliche Mitarbeiterin bei der Gestaltung der Weißenseer Blätter.

    Eine erfreuliche Begegnung unter Gleichgesinnten

    Im Laufe der Jahre veränderte sich die Zusammensetzung der Linken Runde, sei es durch Tod oder Ausscheiden aus anderen Gründen von Mitgliedern der ersten oder der zweiten Stunde, und es kamen neue hinzu. Von denen sind an erster Stelle zu nennen Heinz Kessler und seine Frau Ruth. Heinz Kesslers Teilnahme war ein unermeßlicher Gewinn für unsere Bemühungen, uns Klarheit über das Geschehen auf der Regierungsebene in den letzten Jahren der DDR zu verschaffen. Vieles von dem, was Heinz Kessler in seinem Buche „Zur Sache und zur Person“ [2] veröffentlicht hat, kam in unseren Tagungen zur Sprache. Zum anderen halfen uns Heinz und Ruth Kesslers Berichte über ihre mehrfachen Reisen in das sozialistische Land in der Karibik unser Wissen über dessen Schwierigkeiten und Fortschritte zu vertiefen und unsere inneren Bindungen an dieses Land noch inniger zu gestalten. Hocherfreulich war auch, daß die Linke Runde erweitert wurde durch den Hinzutritt von Hermann Leihkauf. Mit ihm, dem exzellenten Politökonomen und ehemaligen Mitarbeiter in der Staatlichen Plankomission der DDR, verloren die Diskussionen über ökonomische Sachverhalte und Entwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart den nicht seltenen Charakter von Meinungen und Vermutungen auf Grund von ungenauen Kenntnissen, weil Hermann Leihkauf mit einem phänomenalen Zahlengedächtnis und exakten Kenntnissen die Dinge immer genau auf den Punkt brachte. ... Bliebe nur noch, schrieb Genosse Kurt Gossweiler abschließend, dem Theologen Hanfried Müller für all das zu danken, was er ihnen an Erkenntnissen, an Mut und Standhaftigkeit vermittelt hatte, um den Kampf um eine sozialistische Zukunft weiter zu führen.

    Quelle:
    Weißenseer Blätter

    [1] http://www.kominform.at/article.php?story=20060222222507194
    oder: trend (online-zeitung) 9/06: Kurt Gossweiler, Der Antistalinismus - das Haupthindernis für die Einheit aller antiimperialistischen Kräfte und der kommunistischen Bewegung
    oder: Kurt Gossweiler, Der Antistalinismus... (pdf-Datei)
    [2] Heinz Keßler, Zur Sache und zur Person, edition-ost, 1997
    oder: Kurt Gossweiler - ein unbestechlicher Chronist des Jahrhunderts

    Siehe auch:
    Weißenseer Blätter (reprint): Wider die Resignation der Linken, ISBN-926922-25-7
    Ljubow Pribytkowa: ...Und wieder mal über Stalin
    XX.Parteitag: Eine verbrecherische Rede
    Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
    Marxfälscher und andere Revisionisten unserer Zeit
    Die Konterrevolution in der DDR und ihre Handlanger

  • Zum Tag der Befreiung vom Faschismus: 8. Mai 1945

    Denkmal
    Die welthistorischen Siege der Sowjetarmee führten Hitlerdeutschland vor den unvermeidlichen Zusammenbruch. in den herrschenden Kreisen Deutschlands entstand der Plan, Hitler zu beseitigen und separate Verhandlungen mit den Westmächen anzubahnen. Das Ziel der Verschwörung, die vom Spionagedienst der USA inszeniert wurde, war die Rettung des deutschen Imperialismus durch ein Abkommen mit der amerikanisch-englischen Reaktion. Der Attentatsversuch auf Hitler am 20. Juli 1944 mißlang jedoch. Die Teilnehmer wurden verhaftet und hingerichtet.

    Durch die große Winteroffensive der Sowjetarmee im Januar/Februar 1945 wurde der Kriegsschauplatz nunmehr auf deutsches Territorium verlegt. Die Sowjettruppen rückten siegreich auf Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, vor. Die Hitlerclique unternahm verzweifelte Versuche, sich durch ein Abkommen mit der amerikanisch-englischen Reaktion zu retten. Die faschistische Truppenführung öffnete die Front im Westen, um mit Hilfe der amerikanisch-englischen Reaktion das faschistische Regime zu erhalten. Sämtliche deutschen Truppemn wurden in den Kampf gegen die Sowjetarmee geworfen. Dessenungeachtet nahm die siegreiche Sowjetarmee Berlin im Sturm. Am 30. April 1945 wurde die Siegesfahne auf dem deutschen Reichstagsgebäude gehißt: am 2. Mai hatten die Sowjettruppen ganz Berlin erobert. Am 1. Mai gab das Hauptquartier des deutschen Oberkommandos den Selbstmord Hitlers und die Berufung des Admirals Dönitz zu seinem Nachfolger bekannt. Die Ernennung von Dönitz war der letzte Versuch der deutschen Imperialisten und ihrer amerikanischen und englischen Freunde, das faschistische Regime in Deutschland zu retten.

    Am 8. Mai kapitulierte Hitlerdeutschland bedingungslos.

    So endete der Krieg, in den die Faschisten Deutschland gestürzt hatten, mit der völligen Niederwerfung Deutschlands. Durch die Vernichtung Hitlerdeutschlands befreite die Sowjetunion (und nicht die USA ! - N.G.) die Völker Europas von der faschistischen Barbarei und rettete die Zivilisation der Welt. „Die Sowjetunion“, so führte Genosse Stalin am 9. Mai 1945 aus, „feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten.“ [1]

    Quelle:
    Große Sowjet-Enzyklopädie, Deutschland, Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953, S.172f.

    Zitat:
    [1] J. Stalin, Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion, Berlin 1951, S.129.

    Siehe auch:
    Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten!
    Kommunisten-online: Zum Tag der Befreiung, 8. Mai 1945.
    Warum hat die Sowjetunion den deutschen Faschismus besiegt?
    Was ist Faschismus?
    Das Frauen-KZ in Ravensbrück

  • Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

    Es war eine dramatische, eine folgenschwere Veränderung, die sich nicht nur auf die Sowjetunion, sondern später auch auf die ganze Welt auswirken sollte, und die vielen erst bewußt wurde, als es schon zu spät war: Mit der Ermordung J.W. Stalins im Jahre 1953 hatte in der Sowjetunion eine Konterrevolution begonnen! Doch nur wenigen war damals so richtig klar, was das für Konsequenzen haben würde, und sie bezahlten es mit ihrem Leben. Nur wenige vermochten es, diese scharfe Kehrtwendung so unmittelbar und so treffend zu beschreiben, wie es der albanische Kommunist und Mitbegründer der albanischen kommunistischen Partei Enver Hoxha tat. Unbeirrt von den Intrigen und Anfeindungen durch die damalige sowjetische Parteiführung setzte die albanische kommunistische Partei ihren marxistisch-leninistischen Kurs fort. Ein sehr aufschlußreiches Gespräch hatten die albanischen Genossen mit dem sowjetischen Chefideologen Michail Suslow...
    enver_hoxha_17.10.1971
    Enver Hoxha (1908-1985) in seinem Arbeitszimmer
    – nur auf wenigen Bildern sieht man ihn derart betroffen

    Kurz nach dem XX.Parteitag der KPdSU begann unter der Anführerschaft von Nikita Chruschtschow allmählich die Zerstörung des ersten sozialistischen Staates der Erde. Und es gab weitere Todesfälle ... 1953: Der tschechische Kommunist Klement Gottwald starb in Moskau an den „Folgen einer Erkältung“. 1956: Der polnische Kommunist Bolesław Bierut starb in Moskau nach einem Herzmuskelinfarkt. 1964: Der französische Kommunist Maurice Thorez starb bei einer Überfahrt auf dem Schwarzen Meer. Kurz danach, ebenfalls 1964 starb in Jalta der italienische Kommunist Palmiro Togliatti. (Man muß lesen, was Togliatti kurz vor seinem Tode über seine Mörder schrieb! Siehe: [1] Memorandum) – Ein Zufall? Nein, keineswegs! „Die Umstände ihres Todes sind mysteriös“, schreibt Genosse Kurt Gossweiler, „und bis heute ungeklärt. Gemeinsam ist ihnen jedoch, daß der Tod die Genannten ereilte, als sie die Sowjetunion besuchten oder gerade von einem solchen Besuch zurückgekehrt waren.“ [2] Enver Hoxha beschreibt diese eigenartige Situation wie folgt:

    Was geschah nach 1953 in der Sowjetunion?

    Schon gleich nach Stalins Tod, bis hin zum XX.Parteitag, operierten die chruschtschowianischen Verschwörer auf füchsische Weise mit der „bürokratischen Legalität“, den „Parteiregeln“, der „Kollektivität“ und dem „demokratischen Zentralismus“, mit Krokodilstränen über Stalins Verlust, um so Schritt für Schritt die Torpedierung von Stalins Werk, seiner Persönlichkeit, des Marxismus-Leninismus anzubahnen. Für den Marxisten-Leninisten ist dies eine sehr lehrreiche Periode, denn sie zeigt den Bankrott der „bürokratischen Legalität“, die für eine marxistisch-leninistische Partei sehr gefährlich ist; sie zeigt die Methoden, mit denen die Revisionisten diese „bürokratische Legalität“ für sich ausnutzten; sie zeigt, wie ehrliche und erprobte Führer, die allerdings den revolutionären Klassengeist eingebüßt haben, den Intriganten auf den Leim gehen und den Erpressungen und der Demagogie der mit einer revolutionären Phraseologie getarnten revisionistischen Verräter Zugeständnisse machen, nachgeben. Wir sahen, wie die Chruschtschowianer während dieser Übergangsperiode, um ihre Macht zu konsolidieren, unter riesigem Spektakel angeblich mit „großer Parteilichkeit“, befreit vom „Alptraum der Angst vor Stalin“, mit „wahrhaft demokratischen und leninistischen Formen“ aktiv zu Werke gingen, wie sie damit beschäftigt waren, die gemeinsten Verleumdungen gegen die Sowjetunion, gegen Stalin und die sozialistische Ordnung überhaupt auszuhecken, wie sie sonst nur der Bourgeoisie zuzutrauen sind.

    Eine von langer Hand vorbreitete Demontage

    All diese ungeheuerlichen Verleumdungen der Chruschtschow-Revisionisten, ihre ganze zerstörerische Tätigkeit, untermauerten die seit vielen Jahren umgehenden Verleumdungen der reaktionären Bourgeoisie gegen den Marxismus-Leninismus, die Revolution und den Sozialismus und versuchten sie mit angeblich authentischen Dokumenten, mit „Argumenten“ und „Analysen“ in neuem Geist „zu belegen“. ... Der opportunistische „neue Geist“, den Chruschtschow im Begriff war zu wecken und zu schüren, zeigte sich schon daran, wie dieser Parteitag organisiert war und ablief. Dieser liberale Geist drückte wie eine schwarze Wolke auf die ganze Atmosphäre, durchzog die sowjetische Presse und Propaganda in jenen Tagen, herrschte in den Sälen und Gängen des Parteitags, spiegelte sich auf den Gesichtern, in den Gesten und in den Worten der Menschen wider.
    XXI. Parteitag der KPdSU
    XXI. Parteitag der KPdSU - nur eine heuchlerische Show

    Es fehlte die frühere Ernsthaftigkeit, wie sie eigentlich für ein so außerordentlich wichtiges Ereignis im Leben einer Partei und eines Landes kennzeichnend sein sollte. Auf dem Parteitag sprachen auch Parteilose. In den Pausen zwischen den Sitzungen spazierten Chruschtschow und Genossen lachend in den Sälen und Gängen umher, wobei sie um die Wette Anekdoten erzählten, Geistreicheleien austauschten, sich volkstümlich gaben und an den übervollen Tischen, die überall aufgestellt waren, Getränke in sich hinein stürzten. Mit all dem wollte Chruschtschow den Eindruck nachhelfen, die „drückende Zeit“, die „Diktatur“, die „düstere Analyse“ der Dinge sei nun ein für allemal vorüber, und nun sei offiziell die „neue Zeit“ der „Demokratie“, der „Freiheit“, des „schöpferischen Herangehens“ an die Ereignisse und Phänomene angebrochen, innerhalb wie außerhalb der Sowjetunion. [3]

    Der Tisch bog sich unter den Speisen

    Man hatte auch Vertreter der Bruderparteien aus den anderen sozialistischen Ländern dazu eingeladen, darunter die Delegation Albaniens unter Leitung von Enver Hoxha. Da spielte sich dann etwa das folgende ab: Während seines Aufenthalts in Moskau anläßlich des XXI. Parteitags der KPdSU wurden er und die anderen albanischen Gäste von einem Politbüro-Mitglied zu einem Mittagessen auf seiner Datscha bei Moskau eingeladen. Es war 10 Uhr morgens, und der Tisch war schon wie in einem russischen Märchen üppig gedeckt. Die Gastgeber tranken Wodka und verschiedene Weine. Die Albaner waren dabei, loszufahren, als ihre Gastgeber ein Mittagessen ankündigten. „Wir waren überrascht und fragten, ob wir denn nicht genug gegessen hatten“, schreibt Enver Hoxha. „O nein, war die Antwort, das war nur ein kleiner Imbiß. Jetzt beginnt aber eine richtige Mahlzeit.“ „Daraufhin wurden wir in den Speiseraum eingeladen. Der Tisch bog sich unter den Speisen. All diese Gerichte wurden auf Kosten des sowjetischen proletarischen Staates für dessen Parteifunktionäre produziert!“, schrieb Enver Hoxha, entrüstet über die sowjetischen Revisionisten. [4]

    Ein sehr aufschlußreiches Gespräch mit Suslow

    Inzwischen war klar, daß sich die Tito-Clique im Nachbarland Jugoslawien vom Marxismus-Leninismus verabschiedet hatte. Und so hatten auch die albanischen Kommunisten ihre Schlußfolgerungen aus diesem Verrat gezogen. In diesem Zusammenhang berichtet Enver Hoxha von der folgenden Episode: Am Vorabend des 3.Parteitags unserer Partei, der Ende Mai/Anfang Juni 1956 tagte, verlangte Suslow von unserer Führung ungeschminkt, sie solle ihre bisherige Linie „überprüfen“ und „korrigieren“.

    „Es gibt nichts, was unsere Partei an ihrer Linie zu überprüfen hätte“, entgegneten wir bestimmt. „Wir haben niemals schwere prinzipielle Fehler in der Linie zugelassen.“
    „Die Sache mit Koçi Xoxe und seinen Genossen, die ihr bestraft habt, muß überprüft werden“, sagte Suslow uns.
    „Sie waren und bleiben Verräter und Feinde unserer Partei und unseres Volkes, Feinde der Sowjetunion und des Sozialismus“, erwiderten wir entschieden. „Und wenn wir die Prozesse gegen sie hundert Mal überprüfen würden, hundert Mal würde dabei herauskommen, daß sie Feinde waren. Und so haben sie auch gehandelt.“

    Nun fing Suslow zu reden an. Er sprach von dem, was in den anderen Parteien und in der sowjetischen Partei selbst gerade vor sich ging, von einer „großzügigeren“, „humaneren“ Betrachtungsweise des Problems.

    „Das“, sagte er, „hat großen Eindruck gemacht und ist von den Völkern gut aufgenommen worden. Das muß auch bei euch passieren.“
    „Unser Volk würde uns steinigen, wenn wir die Feinde und Verräter rehabilitieren würden, die das Land in die Ketten einer neuen Sklaverei schlagen wollten“, entgegneten wir Chruschtschows Ideologen.

    Als Suslow sah, daß er so nicht durchkam, versuchte er es mit einer anderen Karte.

    „Gut“, sagte er. „Wenn ihr davon überzeugt seid, daß sie Feinde sind, dann sollen sie es eben bleiben. Aber eines müßt ihr tun: sprecht nicht über ihre Verbindungen zu den Jugoslawen, bezeichnet sie nicht mehr als Agenten Belgrads.“
    „Wir sprechen hier über die Wahrheit“, gaben wir zurück. „Und die Wahrheit ist, daß Koçi Xoxe und seine Spießgesellen bei dem Komplott von Kopf bis Fuß Agenten der jugoslawischen Revisionisten waren. Wir haben die gegen unsere Partei und unser Land gerichteten Verbindungen Koçi Xoxes zu den Jugoslawen, die vielen Fakten, die dies beweisen, aller Welt bekannt gegeben. Die Sowjetführung kennt sie genau. Weil sie vielleicht noch keine Gelegenheit hatten, die Fakten kennen zu lernen, und weil Sie auf Ihrer Meinung bestehen, wollen wir Ihnen einige aufzählen.“

    Suslow vermochte kaum seine Nervosität zu zügeln. Wir zählten ihm in aller Ruhe einen Teil der wichtigsten Fakten auf und betonten abschließend:

    „Das ist die Wahrheit über Koçi Xoxes Verbindungen zu den jugoslawischen Revisionisten.“ „Da da!“ [Russisch im Original: Ja, ja!] sagte er ungeduldig.
    „Wie könnten wir dann diese Wahrheit verdrehen?!“ fragten wir ihn. „Und darf eine Partei irgend jemand zuliebe verheimlichen oder verdrehen, was durch zahllose Fakten bewiesen ist?“
    „Aber anders lassen sich die Beziehungen zu Jugoslawien nun einmal nicht in Ordnung bringen“, schnaubte Suslow.

    Uns wurde nun alles sonnenklar. Hinter Suslows „brüderlicher“ Vermittlung steckten Chruschtschows Schachereien mit Tito. [5]

    Doch es kam noch schärfer: „Wir haben uns nie jemandem gebeugt...!“ (Ein Gespräch zwischen dem Spitzbuben und Volksverräter Chruschtschow und Genossen Enver Hoxha)

    Der Revisionismus ist die Idee und die Tat, die die Rückverwandlung eines Landes vom Sozialismus zum Kapitalismus, einer kommunistischen Partei leiten. Er schürt ideologisches Chaos, Konfusion, Korruption, Unterdrückung, Willkür, Instabilität, den Ausverkauf des Vaterlands an den Meistbietenden. Diese Tragödie ereignete sich in der Sowjetunion und in den anderen revisionistischen Ländern. Diese Verhältnisse wurden geschaffen durch Chruschtschow und die Chruschtschowianer, sie wurden geschürt und gefördert durch den amerikanischen Imperialismus und den Weltkapitalismus.
    ...das schrieb Enver Hoxha schon 1980. [6]

    Zitate:
    [1] Palmiro Togliatti, Memorandum zu Fragen der internationalen Arbeiterbewegung und ihrer Einheit, Jalta, August 1964, in: P.Togliatti, Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1977, S.778.
    [2] Kurt Gossweiler, Die Taubenfußchronik oder Die Chruschtschowiade, Verlag zur Förderung der wissenschaftlichen Weltanschauung, München, 2002, Bd.1, S.383.
    [3] Enver Hoxha, Die Chruschtschowianer, Verlag „8 NËNTORI“, Tirana 1980, S.195–226, deutsche Ausgabe. Hier: Kommunisten-online
    [4] Stimme Rußlands: Beobachtungen eines albanischen Stalinisten
    [5] Enver Hoxha, Die Chruschtschowianer, ebd.
    [6] ebd. S.226, Siehe: http://archive.250x.com/hoxha/german/20ptgkpdsu.html

    Siehe auch:
    Ljubow Pribytkowa: Die Demontage der Sowjetunion
    Jugoslawien: Die faschistische Tito-Clique
    „Sie haben mich bespuckt, mit Ihnen kann man nicht reden!“ (pdf-Datei)
    Erik Hobsbawm: Zweimal 10 Tage, die die Welt erschütterten
    Ist Lynchjustiz ein berechtigtes Mittel?
    Enver Hoxha: Begegnungen mit Stalin
    Enver Hoxha am 11. April 1985 in Tirana gestorben

  • Die schwarzen Pfaffen und die Politik

    Auf welcher Seite dieser russische Pope steht, sieht man hier sehr deutlich:
    russischer Pfaffe
    Nicht nur in rückständigen Ländern ist es so, daß das ungebildete Volk Orientierung sucht bei religiösen Ratgebern, auch in den hochindustrialisierten kapitalistischen Ländern ergreift das religiöse Dunkelmännertum die ungebildeten Massen. Die Pfaffen aller Arten mischen sich in die Politik ein, gehen in die Schulen und verblöden die Kinder, erzählen den naiv Gläubigen vom Himmelreich und von der ewigen Seligkeit, die sie einst erwartet. Sie lenken ab vom Klassenkampf und erziehen ihre „Schafe“ zu Demut, Friedfertigkeit und Geduld. Und sie verbünden sich nicht selten mit den reaktionärsten Kreisen*. Ganz klar, daß da nicht nur die Bereicherungssucht und das Machtstreben des Klerus dahintersteckt, sondern auch eine staatliche Absicht. Nämlich die, daß die Verblödung der Volksmassen der herrschenden Klasse gerade ins Konzept paßt. Die Erklärung Lenins aus dem Jahre 1905 liest sich so, als wäre sie erst gestern geschrieben...

    Die moderne Gesellschaft ist ganz auf der Ausbeutung der ungeheuren Massen der Arbeiterklasse durch eine verschwindend kleine, zu den Klassen der Grundeigentümer und Kapitalisten gehörende Minderheit der Bevölkerung aufgebaut. Das ist eine Sklavenhaltergesellschaft denn die „freien“ Arbeiter, die ihr Leben lang für das Kapital arbeiten, „haben Anrecht“ nur auf solche Existenzmittel, die zum Lebensunterhalt der Profit erzeugenden Sklaven und zur Sicherung und Verewigung der kapitalistischen Sklaverei notwendig sind. Die ökonomische Unterdrückung der Arbeiter verursacht und erzeugt unvermeidlich alle möglichen Arten der politischen Unterdrückung und sozialen Erniedrigung, der Verrohung und Verkümmerung des geistigen und sittlichen Lebens der Massen. Die Arbeiter können sich mehr oder weniger politische Freiheit für den Kampf um ihre ökonomische Befreiung erringen, aber keinerlei Freiheit wird sie von Elend, Arbeits-losigkeit und Unterdrückung erlösen, solange die Macht des Kapitals nicht gestürzt ist.

    Die Religion ist eine von verschiedenen Arten geistigen Joches, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch Not und Vereinsamung niedergedrückten Volksmassen lastet. Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft.

    Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen. Doch der Sklave, der sich seiner Sklaverei bewußt geworden ist und sich zum Kampf für seine Befreiung erhoben hat, hört bereits zur Hälfte auf, ein Sklave zu sein. Durch die Fabrik der Großindustrie erzogen und durch das städtische Leben aufgeklärt, wirft der moderne klassenbewußte Arbeiter die religiösen Vorurteile mit Verachtung von sich, überläßt den Himmel den Pfaffen und bürgerlichen Frömmlern und erkämpft sich ein besseres Leben hier auf Erden. Das moderne Proletariat bekennt sich zum Sozialismus, der die Wissenschaft in den Dienst des Kampfes gegen den religiösen Nebel stellt und die Arbeiter vom Glauben an ein jenseitiges Leben dadurch befreit, daß er sie zum diesseitigen Kampf für ein besseres irdisches Leben zusammenschließt.

    Quelle:
    W.I. Lenin, Sozialismus und Religion, in: Werke, Bd.10, S.70f.

    * der damals bereits in der Schweiz lebende BRD-Schriftsteller Rolf Hochhuth schrieb 1963 in seinem Drama „Der Stellvertreter“ über die geheimen Verbindungen der katholischen Kirche zu den Nazis und entlarvte damit deren Verstrickung und das Verschweigen des Massenmordes der deutschen Faschisten an den Juden.

    Siehe auch:
    Dunkelmännertum!
    Gegen die religiöse Verblödung der Menschheit
    Der politische Klerikalismus
    Die Kirche im Faschismus

  • Warum man den Anarchismus bekämpfen soll...

    Dunkel war's, der Mond schien helle...
    Mond
    ...doch eine „Erleuchtung“ ist wohl nicht zu erwarten. Oder was soll man dazu sagen, wenn man immer wieder liest, wie ein paar frustrierte Kleinbürger ihrer Unzufriedenheit Luft machen, indem sie über „den vielleicht einzigen Weg“ aus der Katastrophe phantasieren, wo andere, radikalere, anarchistische Zeitgenossen allenorts zur Zerstörung aufrufen? Beides ist gleichermaßen dumm, denn es führt zu nichts (außer vielleicht zur Aufrüstung und zur Verschärfung der Kontrollen und Zwänge gegen die unterdrückte Klasse)...

    Doch hören wir, was diese „Weltverbesserer“ zu sagen haben: „Geschichte ist nicht etwas, was mit den Menschen geschieht – es ist die Tätigkeit der Leute. In jedem Moment, mit jeder Entscheidung und jeder Geste gestalten wir unsere Kultur, unsere Lebensgeschichten, unsere Welt, ob wir nun selbst Verantwortung dafür übernehmen oder ob wir diese Macht den Managern, Politikern, Popstars, den Wirtschaftssystemen oder Gottheiten zuschreiben. In einer Gesellschaft, die ihre Macht und unsere Passivität verherrlicht, ist der ganze Gedanke, der diese Passivität herausfordert ein Denkverbrechen. Das Gegenteil davon ist eine Grenzüberschreitung, ohne die Freiheit und Selbstbestimmung unmöglich sind – es ist der Hauptschlüssel, der die Gefängnisse unseres Zeitalters aufschließt.“ Hört sich klug an, nicht wahr? Mit diesen schwülstigen Worten begründet eine kommerziell aufgemachte, amerikanische Anarchisten-Website ihren Aufruf zu zivilem Ungehorsam und freier Entfaltung der Persönlichkeit, wohl wissend, daß damit eine Änderung der gesellschaft-lichen Verhältnisse, die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdrückung durch das kapitalistische Herrschaftssystem nicht möglich ist.

    Die Blümchen-Revolution

    In ähnlicher Weise, nur friedlicher – doch nicht weniger einfältig – argumentiert eine andere Gruppe von „Weltverbesserern“ in einem Blog. Sie schreiben: „Die nicht zukunftsfähige Politik in aller Welt mit der Folge der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen fordert eine sanfte Revolution heraus. Diese ist – jedenfalls in Deutschland – allein anhand der bestehenden Gesetze möglich…“ Ach nee. Und sie haben die Lösung auch schon parat: „Es gibt wohl keine andere Möglichkeit als den Beitritt möglichst vieler Nachdenklicher in die Parteien.“ Na, wunderbar! Endlich findet sich jemand in dem politischen Durcheinander, der den klaren Blick für die Zukunft der Menschheit bewahrt und einen Ausweg aus der Misere gefunden hat!
    tralala
    ...mit Ringelreihen, Klatschen und Singen vertreiben wir die Zerstörer unserer Lebensgrundlagen – ein für allemal !!!

    Eine „sanfte Revolution“? Hatten wir das nicht schon mal: eine „friedliche Revolution“? Ach nein, das war ja eine Konterrevolution 1989. Das haben einige Spätzünder ja nun auch begriffen. Denn es ging zurück in die kapitalistische Gesellschaft, in den Raubtier-kapitalismus mit Kriegen und Eroberungen, mit Ausbeutung und Hartz4 undsoweiter!
    Zukunft
    Der Weg in die amerikanische Zukunft...

    Alle diese Theorien aus Wolkenkuckucksheim entbehren allerdings nicht einer gewissen Komik. „Wo bitte geht’s in die Zukunft?“ – „Geradewegs nach rechts und dann nach links, und da ist irgendwo ein Wahllokal. Sie können sich aber auch gleich im Internet vernetzen und ihre Stimme abgeben!“ (Wer weiß, ob sie die jemals wiederfinden werden.) – So etwa stellt sich Klein-Alfred die Demokratie vor. Nicht zu vergessen, daß sich ja auch schon viel bedeutendere Komiker vor ihm auf der Kabarettbühne dazu geäußert haben...

    Über die Ideologien der Gegenwart

    Doch kehren wir zurück zur Wirklichkeit. „Die Drehachse des modernen gesellschaftliche Lebens“, so schrieb Stalin, „ist der Klassenkampf. In diesem Kampfe aber läßt sich jede Klasse von ihrer eigenen Ideologie leiten. Die Bourgeoisie hat ihre eigene Ideologie – das ist der sogenannte Liberalismus. Die eigene Ideologie hat auch das Proletariat – das ist bekanntlich der Sozialismus. Man kann den Liberalismus nicht als etwa Geschlossenes und Unteilbares betrachten: er zerfällt in verschiedene Richtungen entsprechend den verschiedenen Sichten der Bourgeoisie. Auch der Sozialismus ist nicht geschlossen und unteilbar: auch in ihm gibt es verschiedene Richtungen. Wir wollen uns hier nicht mit der Untersuchung des Liberalismus befassen – das verschieben wir besser auf ein anderes Mal. Wir wollen den Leser nur mit dem Sozialismus und seinen Strömungen bekannt machen. Unserer Meinung nach wird das für ihn von größerem Interesse sein.“ [1]

    Die verschiedenen Weltanschauungen der Arbeiterklasse

    Und Stalin schreibt weiter: „Der Sozialismus teilt sich in drei Hauptströmungen: Reformismus, Anarchismus und Marxismus. Der Reformismus (Bernstein u.a.), für den der Sozialismus nur ein fernes Ziel und weiter gar nichts ist, der Reformismus, der faktisch die sozialistische Revolution ablehnt und den Sozialismus auf friedlichem Wege zu errichten sucht, der Reformismus, der nicht den Kampf der Klassen predigt, sondern ihre Zusammenarbeit, – dieser Reformismus zersetzt sich von Tag zu Tag, verliert von Tag zu Tag immer mehr alle sozialistischen Kennzeichen, so daß, unserer Meinung nach, seine Untersuchung hier, in diesen Artikeln, bei Bestimmung des Sozialismus, in keiner Weise vonnöten ist. Ganz anders steht es um den Marxismus und den Anarchismus: beide werden heute als sozialistische Strömungen anerkannt, beide führen einen erbitterten Kampf gegeneinander, beide sind bemüht, sich in den Augen des Proletariats als wirklich sozialistische Lehren hinzustellen, so daß es natürlich für den Leser von bedeutend größerem Interesse ist, diese beiden Strömungen zu untersuchen und einander gegenüberzustellen.“ [2]

    Was ist Anarchismus?

    Der Anarchismus ist eine kleinbürgerliche pseudorevolutionäre politische und ideologische Strömung, die jede staatliche Organisation und Gewalt prinzipiell ablehnt. ... Die soziale Grundlage des Anarchismus ist der durch die kapitalistische Entwicklung verursachte Zerfall des kleinbürgerlichen Privateigentums. Der ökonomische Ruin bringt den Kleineigentümer gegen den kapitalistischen Staat auf; zugleich aber fürchtet er aber auch den sozialisischen Staat, weil er in diesem keine Perspektive für sein Privateigentum sieht. „Der Anarchismus ist ein Produkt der Verzweiflung. Die Mentalität des aus dem Geleise geworfenen Intellektuellen oder des Lumpenproletariers, aber nicht des Proletariats.“ [3]

    Marxismus oder Anarchismus???

    „Manche sind der Auffassung,“ schreibt Stalin weiter, „der Marxismus und der Anarchismus hätten ein und dieselben Prinzipien, es gäbe zwischen ihnen lediglich taktische Meinungsverschiedenheiten, so daß es ihrer Meinung nach ganz unmöglich sei, diese beiden Strömungen einander gegenüberzustellen. Dies ist jedoch ein großer Irrtum. Wir sind der Auffassung, daß die Anarchisten richtige Feinde des Marxismus sind. Wir erkennen also auch an, daß man gegen richtige Feinde einen richtigen Kampf führen muß.“ [4]

    Was ist Terrorismus? Wem nützt er und wem schadet er?

    Terrorismus ist die Anwendung brutaler Gewalt zur Verbreitung von Furcht und Schrecken. Konkreter Ausdruck sind u.a. Attentate und Brandschatzungen, grausame Verfolgungen, Folterungen, Sprengsoffanschläge und Flugzeugentführungen. Des Terrorismus bedienen sich verschiedene gesellschaftliche Kräfte. Besonders reaktionäre Kreise der herrschenden Klasse imperialistischer Staaten geifen zu terroristischen Methoden, um die Arbeiterklasse und andere demokratische Bewegungen sowie nationale Befreiungsbewegungen niederzuhalten oder rassistische, religiöse und nationale Minderheiten zu drangsalieren. Vielfach versuchen sie, ihre Aktionen damit zu rechtfertigen, daß auch ultralinke, meist anarchistische Gruppen, die sich aus Vertretern kleinbürgerlicher Protestbewegungen gegen den Kapitalismus rekrutieren, terroristische Mittel anwenden. Zur realistischen Einschätzung der Lage außerstande, wollen diese Gruppen die Massen z.B. durch Attentate „wachrütteln“. Ultralinke Terrorgruppen werden häufig von Polizei und Geheimdiensten unterwandert, z.T. auch durch Neofaschisten manipuliert. Mitunter sehen Angehörige unterdrückter Völker nur in terroristischen Aktionen einen Ausweg aus ihrer Lage. Die Achtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der Souveränität ihrer Staaten ist eine wesentliche Bedingung, um den „internationalen Terrorismus“ einzuschränken und auszurotten.[5] So schrieb 1987 das Lexikon für Zeitungsleser.
    Terror
    US-amerikanischer Staatsterror

    Inzwischen muß man feststellen, daß der Staatsterrorismus durch die USA, die NATO und ihre Geheimorganisationen und Banditenarmeen nahezu ungebremst Einfluß auf andere Staaten und deren Regierungen zu nehmen versuchen. Sie schrecken weder vor faschistischen Überfällen auf fremde Länder und Territorien, Banditenkriegen, Sabotageakten, subversiven Eingriffen, noch vor Attentaten und Morden zurück, um ihren Machtbereich zu erweitern, und versetzen damit alle demokratischen Kräfte in Angst und Schrecken...

    Quellen:
    [1] J.W. Stalin, Anarchismus oder Sozialismus (1907), in: Werke, Bd.1, Dietz Verlag Berlin (DDR); 1950, S.257f.
    [2] J.W. Stalin, a.a.O. S.258
    [3] Buhr/Klaus: Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie, Dietz Verlag Brlin (DDR), 1981, S.21.
    [4] J.W. Stalin, a.a.O. S.258.
    [5] Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1987, S.238f.

  • Der lange Schatten des Joseph Goebbels

    Zwar ist der faschistische Schrumpfgermane und Oberlügner längst verblichen, doch sein Schatten ist nicht nur in Westdeutschland, sondern nunmehr wieder auch in der Ukraine und in Rußland nicht zu übersehen. Seine Lügen haben den nazistischen Propagandazwerg überdauert, und sie scheinen den neuen russischen Machthabern, dem ukrainischen Nationalistengesindel und den ehemaligen Nazikollaborateuren in Estland, Lettland und Litauen und deren Gefolge gerade recht gekommen zu sein, um den Raub am Volksvermögen der Sowjetunion und ihre braune Gesinnung zu rechtfertigen. Das wird deutlich bei den Lügen in der Katyner Sache, wo der Nazimord an polnischen Offizieren Stalin und dem sowjetischen Geheimdienst in die Schuhe geschoben werden sollte, um von der Niederlage der faschistischen Wehrmacht in Stalingrad abzulenken. Das wird deutlich beim Wiederaufflammen der nazistischen Nostalgie durch die heutigen Bandera-Faschisten. Und das wird deutlich durch die neuerliche Nazi-Propaganda in den ehemals baltischen Sowjet-Republiken. Der lange Schatten des J.Goebbels ist also nicht zu übersehen. Doch wie man sieht, fassen selbst die Gerichte in Rußland die gefälschten „Dokumente“ und „Beweismittel“ mit sehr spitzen Fingern an. Sie glauben den Fälschungen und Lügen nicht...

    Ein Interview mit Stalins Urenkel Jakob Dschugaschwili

    „Die Lügen über Stalin sind ein Versuch der jetzigen Eliten, den Raub des sowjetischen Erbes zu rechtfertigen“ (Jakob Dschugaschwili)

    Jakob Dschugaschwili
    Jakob Dschugaschwili

    Der Urenkel von Josef Stalin, Künstler und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, Jakob Dschugaschwili hat in einem Exclusiv-Interview der Internet-Ausgabe „Glagol“ erzählt, warum er auch weiterhin um die Wahrheit über seinen großen Urgroßvater kämpfen wird, und erklärt, warum Stalin gerade heute für uns so wichtig ist. (Mit freundlicher Genehmigng übernommen von Kommunisten-online vom 25.April 2013)

    Die Lüge ist wie ein Virus

    - Regt Sie die stalinfeindliche Hysterie sehr auf, die heute in den globalen Massenmedien vorherrscht?

    - Diese Lügen verletzen mich, ich decke sie mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln auf und versuche, den Menschen die Wahrheit zu vermitteln. Stalinisierung bedeutet eine Aufklärung der Menschen, eine Erklärung, was Josef Stalin machen wollte, was ihm gelang, und wer seine Reformen warum hintertrieb. Ohne Aufdeckung der Lügen über Josef Stalin und die Geschichte der UdSSR in jener Periode ist eine Stalinisierung nicht möglich. Josef Stalin ist heute für all jene wertvoll und teuer, für die solche Begriffe wie Gerechtigkeit, Vaterland und das Volk keine leeren Phrasen sind.

    Es geht darum, daß die Lügen über Josef Stalin und die UdSSR entstanden sind, um die Autorität des Staatsoberhauptes unseres Landes zu schädigen, um die Menschen von jeglichem Versuch abzuhalten, die Natur der Ereignisse und die Rolle Stalins in jener Periode zu durchdenken, welche im Verlaufe seines Lebens geschahen. Diese Lügen sind nicht gegen Josef Stalin oder seine Verwandten gerichtet, sondern in erster Linie gegen das Russische Volk. Mit den Lügen darüber wird versucht, die Russen (und zusammen mit ihnen all jene Völker, die zusammen mit dem Russen als erste in der Welt eine Gesellschaft frei von Parasiten aufbauten) der Fähigkeit zu berauben, den äußeren wie auch inneren Bedrohungen zu widerstehen. Die Lügen über Josef Stalin sind ein von den kriminellen Elementen geschaffener Virus, der den Schutzmechanismus eines Volkes zerstört, welcher für das Erkennen von Gefahren verantwortlich ist. Und letzten Endes sind die Lügen darüber auch ein Versuch der jetzigen Eliten, den Raub all des Guten zu rechtfertigen, welches vom sowjetischen Volk hervorgebracht und vermehrt wurde.

    Die grusinische Jugend versteht kein Russisch

    - Kann man sich In Grusinien an Josef Wissarionowitsch Stalin erinnern, verehrt man ihn?

    - Die Beziehung der Menschen zu Josef Stalin in seiner Heimat erklärt sich heute durch die Uninformiertheit über den Führer des Landes und über die UdSSR in jener Periode. Das sind zwei der am meisten verleumdeten Themen, und wenn man sich damit zurechtfinden will, muß man den Zugang zu spezifischer Literatur haben, und diese Literatur ist hauptsächlich in Russisch. Die jetzigen Machthaber in Grusinien haben schon fast zehn Jahre das Russische aus Grusinien verdrängt und nach „befriedigenden“ Ergebnissen in dieser Sache gestrebt: die junge Generation kann tatsächlich kein Russisch. Aber sogar jener Teil der Bevölkerung, der Russisch nicht für die „Sprache der Besatzer“ hält und auch weiterhin versucht, vermittels des Russischen an die Weltkultur anzuknüpfen, interessiert sich nicht besonders für das Thema des Stalinismus. Die Mehrheit der Grusinier hat sogar nicht einmal den Wunsch, sich in diesen Fragen zurechtzufinden, da sie von einer äußerst unerfreulichen materiellen Lage unterdrückt ist, sowie von einer ungeheuer gemeinen antisowjetischen (und eigentlich antirussischen) und stalinfeindlichen Propaganda beeinflußt, welche vom Fernsehen ausgeht, das heute in Grusinien auf vier Millionen Menschen bei zwei von zehn Kanälen einwirkt! Man muß schon eine sehr standfeste Psyche haben, und über eine starke Motivation verfügen, um unter solchen Bedingungen nicht zu verzagen und dem zu widerstehen. Deshalb muß man akzeptieren, daß die Verfechter der Sache Stalins in Grusinien die Stimmung und das Bewußtsein des Volkes nicht zu beeinflussen vermögen. Ungeachtet der so traurigen Sachlage, bohrt sich das positive Wirken Josef Stalins in Artikeln und Kommentaren gleich einem mächtigen Lichtstrahl in den Verstand und in die Herzen der Menschen, und zwingt sie, über diesen Menschen und sein Wirken nachzudenken.
    (Kürzung)

    Die Katyner Sache

    - Sie wenden der Katyner Sache besondere Aufmerksamkeit zu...

    - Vor gar nicht allzu langer Zeit hat das Twerer Gericht von Moskau indirekt bestätigt, daß die Deutschen die polnischen Offiziere 1941 erschossen haben. Das Ergebnis des Verfahrens gegen die Staatsduma war sensationell. Nein, die Klage wurde abgewiesen, aber im Ergebnis schrieb die Richterin zweimal schwarz auf weiß, daß die Polen in Katyn im September 1941 erschossen wurden, also von den Deutschen. Das ist ein großer Sieg! Es ist also nicht nur Publizistik, sondern ein Dokument, in dem die Allbekanntheit dieser Tatsache durch einen Gerichtsbeschluß festgestellt wurde. Ich beglückwünsche alle ehrlichen Menschen, und in der Hauptsache die ehrlichen Polen zu diesem Sieg! Und allen Ganoven, einschließlich der polnischen, rate ich, sich mit Validol zu versorgen.

    - Wer hilft Ihnen, in dem Prozeß zu kämpfen?

    - Im Jahre 2009 hat sich der Publizist Leonid Nikolajewitsch Schura mit mir verbunden und mich gebeten, daß mein Vater Jewgenij Jakowlewitsch ihm erlaubte, eine Klage zum Schutz der Ehre und der Würde Josef Stalins einzureichen. Die eingereichte Klage ist in der „Nowaja Gaseta“ mit einem Artikel von Anatoli Jablokow „Als Täter wurde Berija benannt“ veröffentlicht worden. Nach den Gesetzen Rußlands sind nur Verwandte von Josef Stalin berechtigt, eine solche Klage einzureichen. Mein Vater stimmte zu, und Leonid Schura wurde vor Gericht der offizielle Vertreter meines Vaters in dieser Sache. Mein Vater hat jedoch obligatorisch darauf bestanden, daß sein Vertreter Leonid Nikolajewitsch Schura nur gemeinsam mit Jurij Muchin (www.ymuhin.ru) auftreten sollte, der zu Beginn des Prozesses krank war und im Krankenhaus lag. (Was mit ihm dort geschah, ist eine andere Geschichte, die beinahe tragisch für ihn ausgegangen wäre.) Daher hat sich ihm Sergej Emiljewitsch Strygin, der Autor einer unabhängigen Untersuchung der Katyner Tragödie angeschlossen. Diese Troika wurde nur wenige Jahre später zum Schrecken für die „Kämpfer gegen den Stalinismus“ und für all jene, deren „Traum sich verwirklichen sollte“. Sie fordern doch eine Verurteilung von Josef Stalin, oder nicht? Da ist das Gericht, kommen Sie und beweisen Sie seine „Verbrechen“. Die Gerichtsverfahren haben jedoch die völlige Hilflosigkeit der Kläger gegen Josef Stalin deutlich gemacht. Im Unterschied zum Radiosender „Echo Moskwy“ oder zur Redaktion der „Nowaja Gaseta“, waren unsere Opponenten vor Gericht gezwungen, sich für ihr Geschwätz zu verantworten. Unsere Vertreter halfen aktiv dabei nach, indem sie verschiedene Fragen vorlegten, auf diese verpflichtet waren zu antworten, wie es auch die Gesetzgebung es verlangt. Die Historiker vollbrachten in diesem Sinne eine bemerkenswerte Leistung zur Aufdeckung der Lügen über Josef Stalin und über die Geschichte der UdSSR. Ungeachtet der außergewöhnlichen Belastung, die dieser Prozeß für ihn darstellte (gegen ihn selbst wurden zwei Strafsachen wegen eines „russischen“ Artikels über den Extremismus verhandelt) und der durchgeführten Herzoperation, befaßte sich Jurij Muchin mit der Sache und schrieb am Tag der Verhandlung sofort danach oder eine ausführlichen Reportage über das, was dort geschah. Jetzt sind diese Reportagen in einem Buch unter dem Titel „Das Gericht über Stalin“ zusammengefaßt. Ich muß hinzufügen, daß die Massenmedien, sowohl die offiziellen, als auch die irgendwie oppositionellen, einträchtiges Schweigen über diese Prozesse bewahrten. Sogar das „Echo Moskwy“ und die „Nowaja Gaseta“ haben es vorgezogen zu schweigen, obwohl sie unmittelbar Teilnehmer des Gerichtsverfahrens waren.

    - Sie hatten einen schrillen Prozeß gegen Journalisten Vladimir Pozner.

    - Ich konnte bei diesem Prozeß anwesend sein, und hatte das seltene „Glück“, den obersten „Guru der Fernsehverleumdungen“ aus unmittelbarer Nähe zu beobachten. Wie es die Ironie des Schicksals wollte, fand der Prozeß am 21. Dezember statt, dem Geburtstag von Josef Stalin. Das Kern der Sache war folgender: Vladimir Pozner hatte in einem seiner üblichen Kommentare gegen Ende einer Sendung Josef Stalin der Erschießung der polnischen Offiziere in Katyn beschuldigt. Als er von der Klage erfuhr, erklärte er in einer Sendung von „Echo Moskwy“, daß er bereit sei, vor Gericht die Mitwirkung Josef Stalins an der Erschießung der Polen dokumentarisch zu beweisen. Zur Gerichtsverhandlung erschien er dann in Begleitung zweier Juristen (der eine von beiden stand offenbar mit der Richterin auf freundschaftlichem Fuße), und legte zwei der vier Dokumente aus der berühmten Mappe der Fälschungen über die Katyner Sache auf den Tisch. Die Richterin reagierte sofort, und gab zu verstehen, daß sie dieses Dokument irgendwohin weiter verborgt und vergessen habe. So vergas auch Vladimir Pozner dieses „Dokument“, ebenso wie sein schreckliches Versprechen, die Mitwirkung Josef Stalins an der Erschießung der Polen dokumentarisch beweisen zu wollen. Statt dessen ließ er sich aus über das Verfassungsrecht auf Geschwätz, d.h. über das Recht auf seine persönliche Meinung. Ich muß bemerken, daß alle diese „Kämpfer gegen den Stalinismus“, die sich auf Gerichtsverfahren, anstatt auf konkrete Beweisgründe für ihre Behauptungen stützen, sich vor allem damit beschäftigten, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu erklären. Während einer der Pausen gab es einen Streit mit Vladimir Pozner bezüglich der von ihm ins Gericht mitgebrachten „Dokumente“. Dabei wurde klar, daß er diese Papierchen zum ersten Mal im Leben sah. Außerdem hatte er noch nie etwas davon gehört, daß diese Papierchen Fälschungen sind. Was bedeutet das? Es bedeutet auch, daß Vladimir Pozner, als er vom Thema des bevorstehenden gerichtlichen Streites erfuhr und bis zum Beginn der Verhandlung, wo er also mindestens zwei Wochen zur Verfügung hatte, sich noch nicht einmal die Zeit genommen hatte, um über dieses Thema im Internet zu „googeln“. Beispielsweise: auf meine Bemerkung hinsichtlich eines der „Dokumente“, und zwar der angeblichen „Briefe Berijas“: „Konnte Lawrenti Berija der Trojka 1940 etwas befehlen, wo doch die Trojka schon 1938 aufgelöst worden war?“ erwiderte Wladimir Pozner lässig: „Er konnte!“ – Mit einem Wort: ein Guru!

    - Wie stehen Sie zu dem Westernfilm über Josef Stalin, den Aleksej Balabanow gerade dreht?

    - Er hat erklärt, einen Film über meinen Urgroßvater drehen zu wollen und äußerte, daß einer der Helden des Filmes Josef Stalin sei, der als das nun endgültig entthronte Idol seiner Jugendjahre erscheint – ein Bandit, ein Straftäter. Stalin war tatsächlich ein Straftäter – doch es ist nicht bewiesen, daß er persönlich an den Raubüberfällen teilnahm. Ebensowenig wie es bewiesen ist, daß nicht teilnahm. Deshalb kann man es so oder so machen. Ich würde unterstreichen, daß die Lügen über Josef Stalin nicht eine Beleidigung von uns, der Verwandten, darstellen. Sie verletzen nicht mich persönlich. Sie sind eine Herabsetzung des russischen Volkes, das in kürzester Zeit ein mächtiges Industrieland aufbaute, das den Krieg gegen die Armeen von ganz Europa gewann (wobei auf Seiten Deutschlands nicht nur die Deutschen kämpften). Und schließlich eines Volkes, das den Kosmos eroberte.

    Die Legende vom „Massensterben“* während der Hungersnot

    - In der Ukraine liegt das Hauptaugenmerk der stalinfeindlichen Politik auf der Hungersnot der 1932-1933 Jahre …

    - Hier ist, was Professor Grover Furr, der Autor des Buches „61 Unwahrheiten Chruschtschows“ sagt: „Im Jahre 1930 haben die ukrainischen Nationalisten mit Hilfe der Nazis mit der Fabrikation der Legende vom sogenannten ‚Massensterben’ während der Hungersnot begonnen. Der kürzlich verstorbene kanadische Forscher Douglas Tottle erbringt mit seinem 1987 erschienenen Buch: ‚Die Lüge, der Hunger und der Faschismus – Mythen über das ukrainische Genozid von Hitler bis zu Harvard’ (Fraud, Famine and Fascism – The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard) den Beweis. Ich habe den Artikel schon 1987 gelesen, in dem er die Lüge der ukrainischen Nationalisten entlarvte. Ich war betroffen von dem, was Douglas Tottle schrieb und bin nach Toronto (Kanada) gefahren, um mich mit ihm zu treffen. 1988 machte dann der amerikanische Journalist Jeff Coplon mit ihm und anderen Interviews für einen Artikel ‚Auf der Suche nach dem sowjetischen Holocaust: Ein 55-jähriger Hungernder füttert das Recht’ (In Search of a Soviet Holocaust: A 55-Year-Old Famine Feeds the Right).

    Die Lüge über das sogenannte ‚Massensterben’ während der Hungersnot wird von den ukrainischen Nationalisten benötigt, um die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit den Nazis und den Mord von Millionen ihrer Landsleute, einschließlich der Juden, zu rechtfertigen. Sie ermordeten während des sogenannten Wolynsker Massakers bis zu 100.000 polnische Bürger. Die polnischen Forscher Władisław und Ewa Siemaszko, der ukrainisch-kanadische Forscher Wiktor Polischtschuk und der russische Historiker Alexander Djukow dokumentieren dieses Massaker. Selbst wenn man nur einen kleinen Teil dieser Verbrechen rechtfertigen wollte, dann müßten die Nationalisten darauf bestehen, daß die UdSSR schlechter war als die Nazis und die ukrainischen Nationalisten, und daß es nichts schlechteres gegeben hätte, als den Kommunismus, und daß „alles übrige besser“ gewesen wäre. Ähnliche Lügengeschichten über sowjetische Greueltaten werden auch von den rechten Nationalisten Estlands, Lettlands, und Litauens propagiert. Gewöhnlich basieren sie auf Quellen der Nazipropaganda, die meistens einfach nachgedruckt wurden. Der Fond „Historisches Gedächtnis“ von Alexander Djukow veröffentlicht Arbeiten zum Thema dieser Fälschungen.

    Der Urenkel von Josef Stalin ist überzeugt, daß die Aufdeckung der stalinfeindlichen Lügen nicht nur für die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit notwendig ist, sondern auch, um unseren Völkern den Schutzmechanismus zurückzugeben, der uns vor gefährlichen ideologischen Aggressionen bewahrt, wobei doch das Wissen der Geschichte, die Fähigkeit, Lüge von Wahrheit, das Original von der Fälschung zu unterscheiden, eine der Grundlagen für den Schutzmechanismus eines jeden Volkes ist.

    Das Gespräch führte Dmitri Fakowski, speziell für die Internet-Ausgabe von „Glagol“

    Quelle: glagol

    (Übersetzt und leicht gekürzt von U. Weiser)

    * Im Sprachgebrauch der westlichen, imperialistischen Massenmedien wird hier die verlogene Bezeichnung "Hunger-Holocaust" verwendet, die in bewußter Assoziation zum faschistischen Massenmord der Nazis an den Juden steht.

    Siehe auch:
    Die Goebbelssche Mendazinie
    Über die Nazimorde im Wald von Katyn
    Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?
    Die Ukraine: Geschichtliche Hintergründe
    Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
    Kommunisten-Online (Archive): Der Bluff von Goebbels

  • Was versteht man unter einer Revolution?

    Lenin-Werbung
    Lenin-Werbung in Rußland: „Nun, wie lebt es sich im Kapitalismus?“

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Vermutlich aber ist es die Dummheit, die überlebt - wenn sie nicht durch die Bildung beseitigt wird. Immer wieder erleben wir es in der Welt, daß kommunistische Bewegungen von der Dummheit, genauer gesagt: vom Gift des modernen Revisionismus geschwächt oder ganz und gar zerfressen werden. Und immer wieder tun sich einige halbgebildete WELTVERBESSERER damit hervor, daß sie glauben und behaupten, man könne den Kapitalismus ganz einfach abwählen. So als ob man sagt: Geh weg, du gefällst mir nicht mehr! Mögen sich diese Erneuerer nun als „Linke“, als „Kommunisten“ als „Revolutionäre Demokraten“ oder als „alternative Oberfuzzis“ bezeichnen. Das ist sozusagen „Wurscht“, wie der Berliner sagt! Daher ist es an der Zeit, wieder zurückzufinden zu Marx, Engels und Lenin. Einmal über die REVOLUTION nachzudenken und von Thälmann und Stalin zu lernen: Was ist eine Revolution und wie verläuft sie? Wer führt sie an? Und was kommt danach?

    Natürlich muß man nachlesen. Das folgende steht in Meyers Jugendlexikon (DDR):
    Die Revolution (lat.) ist eine grundlegende qualitative Veränderung in der menschlichen Gesellschaft. Als soziale Revolution vollzieht sie die entscheidende Wendung im Leben der Gesellschaft und ds Staates durch den Sturz der überlebten, und die Errichtung einer neuen, fortschrittlichen Gesllschaftsordnung.

    Die bürgerliche Revolution ist eine gegen den Feudalismus gerichtete Revolution, durch die die Staatsmacht in die Hände der Bourgeoisie übergeht. Sie führt zur Schaffung bürgerlicher Zentralstaaten und beseitigt die Hindernisse, die der Entwicklung des Kapitalismus entgegenstehen. – Die bürgerlich-demokratische Revolution ist eine bürgerliche Revolution, in der die überwiegende Mehrheit des Volkes, die werktätigen Massen, ihre ökonomischen und politischen Forderungen erhebt und als vorwärtstreibende Kraft für den Sieg der Revolution kämpft und in der dann die Voraussetzung für die sozialistische Revolution gegeben sind, wenn das Proletariat unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei und im Bündnis mit den werktätigen Bauern die Massen führt.

    Die sozialistische (proletarische) Revolution führt zur Errichtung der Diktatur des Proletariats, hebt das Privateigentum an den wichtigsten Produktionsmitteln auf und vollzieht damit den Übergang zu einer Gesellschaft, in der erstmals die Menschen ihre Geschichte bewußt, mit Einsicht in die Bewegungsgesetze der Gesellschaft gestalten. Die sozialistische Revolution verläuft ihrem Grundinhalt nach überall gleich. Das Grundbeispiel hierfür bildet die Sowjetunion. Zugleich gilt es, in der sozialisischen Revolution bestimmt nationale Besonderheiten und Traditionen zu berücksichtigen. Eine Überbetonung dieser nationalen Bsonderheiten führt in Theorie und Praxis zu Fehlern. Die sozialistische Revolution, die die größte Umwälzung in der Menschheitsgeschichte darstellt, hatte bereits (bis 1989) ein Drittel des Erdballs erobert. [1]

    Und wer ist nun ein Revolutionär?

    War Che Guevara einer? Vielleicht Spinoza? Oder Leo Mayer* gar? Letzterer ganz gewiß nicht. Trotzki war zum Beispiel ein Konterrevolutionär – wie auch Gorbatschow und Gysi. Auch hier kann man nachlesen, und zwar im Wörterbuch zur sozialistischen Jugendpolitik (DDR):
    Ein Revolutionär ist ein unbeugsamer Verfechter der Ziele der Revolution, der seine ganze Persönlichkeit uneigennützig in den Dienst der revolutionären Umgestaltung der Gesellschaft und des gesllschaftlichen Fortschritts stellt. Er tritt leidenschaftlich für die sich aus der gesetzmäßigen Entwicklung der Gesellschaft ergebenden revolutionären Ziele in der jeweiligen Epoche ein und handelt in Übereinstimmung mit dem sich objektiv vollziehenden historischen Prozeß. Jede historische Entwicklungsetappe bringt Revolutionäre hervor und stellt objektive neue Anforderungen an sie. In der Klassen-gesellschaft (also heute! N.G.) ist erfolgreiches revolutionäres Wirken nur durch einen festen Klassenstandpunkt und durch leidenschaftliches Eintreten für die Ziele und Interessen der revolutionären Klasse möglich. Die Kommunisten sind die konsequentesten Revolutionäre, weil sie mit einer wissenschaftlichen Gesellschafts- und Revolutionstheorie ausgerüstet sind, damit Einblick in die Gesetzmäßgkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung haben und die Massen zu führen in der Lage sind. Als der revolutionärste Teil der Arbeiterklasse vertreten sie zugleich die Interessen aller Werktätigen des eigenen Landes und als proletarische Internationalisten treiben sie den revolutionären Weltprozeß voran. [2]

    Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und er muß es so nützen, daß ihn später sinnlos vertane Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer unwürdigen, nichtigen Vergangenheit ihn nicht bedrückt und daß er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten auf der Welt – dem Kampf für die Befreiung der Menschheit – geweiht. [3]
    (Nikolai Ostrowski)

    Quelle:
    [1] Meyers Jugendlexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1976, S.548f.
    (leicht aktualisiert im letzten Satz, N.G.)
    [2] Wörterbuch zur sozialistischen Jugendpolitik, Dietz Verlag Berlin, 1975, S.223.
    [3] Nikolai Ostrowski, Wie der Stahl gehärtet wurde, Verlag Neues Leben, Berlin (DDR), 1967, S.289.

    Siehe auch:
    M.Frunse: Über Strategie und Taktik der Revolution
    Was ist ein Revolutionär?
    Was ist Diktatur des Proletariats?
    Gab es einen Sozialismus in der DDR?
    Gibt es eine revolutionäre Weltanschauung?
    Das Kommunistische Manifest auf dem Prüfstand
    Wie ist das mit der „Freiheit der Andersdenkenden“?
    Was war eigentlich die Oktoberrevolution?
    ...und was ist Revisionismus?
    Gibt es noch eine Arbeiterklasse?
    Neue Website: Kommunisten-Online

    Einige berühmte Kommunisten:
    Oskar Niemeyer, Pablo Picasso, Juri Gagarin, Alexander Saburow, Kurt Gossweiler, Erich Honecker, Wiktor Iljuchin, Ernst Thälmann...

    * Anmerkung:
    Wer ist Leo Mayer? Er ist der Inhaber einer Website der DKP.
    Siehe dazu: Antikommunistische Hetze auf DKP-Website

  • Sind die Amerikaner bessere Menschen?

    Es ist anzunehmen, daß am Ende weder die Kriegsdrohungen der USA, noch die Vorbereitungen auf den Häuserkampf, noch der verstärkte Ausbau von Kampfdrohnen, noch die Ermordung unliebsamer Politiker, noch die Verblödung der Fernsehzuschauer und Zeitungsleser, noch das Einschwören der künftigen Führungselite auf ihr Glück die Imperialisten und die Kriegsverbrecher vor dem Galgen retten werden. Man wird sie finden und bestrafen. Die Rache der geschundenen Völker dieser Erde wird gewaltig sein. Und der Zorn ist es heute schon. Noch sind es wenige, ein paar Millionen vielleicht, die begreifen, daß der Kapitalismus am Ende ist und weg muß. Noch sind es wenige, die im Sozialismus ihre Zukunft erkennen. Aber es werden mehr und mehr...

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    In ihrem Blog vergleicht Cathrin den Bombenanschlag in Boston mit den Verbrechen der US-Soldaten in Vietnam. Und sie hat ein gutes Recht, es zu vergleichen:

    Sind Amerikaner eigentlich bessere und wichtigere Menschen als andere? Bei der Berichterstattung über den Bombenanschlag von Boston wird dieser Eindruck jedenfalls von fast allen Medien vermittelt. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Auch ich halte diesen Bombenanschlag für ein grausames Verbrechen, das durch nichts zu rechtfertigen ist. Zumal ja wohl auch ein achtjähriger Junge unter den Opfern ist. Aber dieses Riesentheater, das um die „armen und bedauernswerten Amerikaner“ in den Medien gemacht wird, zeigt einmal mehr sehr deutlich die elende Doppelmoral der westlichen Gesellschaft. [1]

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    Und um die Frage zu beantworten: Sind die Amerikaner nun bessere Menschen? Nein. Sie sind es nicht. Sie sind auch keine schlechteren Menschen. Es hängt nicht ab von der Nationalität, von der Herkunft eines Menschen, ob er gut oder schlecht ist. Wohl aber hängt es davon ab, auf welcher Seite er steht. Steht er auf der Seite der einfachen, der arbeitenden Menschen oder steht er auf der Seite der Bourgeoisie, der Vollstrecker, der Nutznießer des Kapitals. Sind seine Hände sauber oder sind sie blutbefleckt? Man kann sehr wohl unterscheiden zwischen GUT und BÖSE. Aber nicht wie der Mörder George W. Bush es tat, sondern wie Karl Marx, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Lenin, Stalin oder Ernst Thälmann es taten. Sie standen konsequent auf der Seite des Proletariats. Sie kämpften gegen das Unrecht und die kriminelle Gewalt. Sie kämpften gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Die Große Sozialistische Oktoberrevolution war ein Fanal. Er war der Beginn einer neuen Epoche der Menschheit. In der DDR konnten wir den Sozialismus noch miterleben. Beim nächsten Mal werden wir ihn zu verteidigen verstehen...

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    Im Russischen gibt es einen Spruch: NIEMAND ist vergessen, und NICHTS ist vergessen! Das gilt sowohl für die Schandtaten, die Verbrechen der westlichen Welt an der Menschheit, als auch für die Helden des Widerstandes, für Millionen aufrechter und standhafter Kommunisten in aller Welt. Man kann sie zwar verfolgen, man kann sie bekämpfen oder ermorden lassen, doch eine Idee laßt sich niemals töten. Der Marxismus-Leninismus ist unsterblich, weil er wahr ist! Und wie sagte doch Soja Kosmodemjanskaja angesichts ihrer bevorstehenden Ermordung durch die faschistischen Henker:
    «Was steht ihr hier herum und laßt die Köpfe hängen! Ich habe keine Angst für mein Volk und für meine Heimat zu sterben. Wir sind viele, sie werden uns nicht alle überwinden. Zündet sie an, erschlagt sie, vergiftet diese faschistischen Lumpen. Stalin ist mit uns, und er wird kommen und sich rächen. Der Sieg wird unser sein!». [2]

    Quelle:
    [1] CathrinKa: Sind alle Menschen gleich?
    [2] Wer war Soja Kosmodemjanskaja?

    Siehe auch:
    Woher kommt die kriminelle Gewalt?
    Der Nürnberger Prozeß (Verurteilung der Naziverbrechen)
    Mr.Kerry und das Recht auf Dummheit
    Michael Moore warnt vor Amerikanisierung
    Warum gerade Marxismus-Leninismus?

    Und hier noch etwas, weil es dazupaßt:
    „Holodomor“ auf amerikanische Weise

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